Kaseinfarbe

Kaseinfarben sind nicht-toxische Farben, die man selber herstellen kann – aber die Herstellung kann ihre eigenen Gefahren haben. Grundsätzlich bestehen diese Farben aus getrocknetem Kasein aus Milch bzw Käse, das man als Pulver kaufen kann. Dazu werden Pigmente und Konservierungsmittel gemixt. Die pulvrigen komponenten sind aber genau das, was man dabei einatmet- und das ist nur mit einer Atemschutz-Maske mit Partikelfilter zu verhindern. Als Alternative kann man sich eine Mixbox bauen. eine Art umgedrehten Schuhkarton mit zwei seitlich angebrachten Löchern, durch die man greifen kann. Um sehen zu können, was man tut, muss man oben ein Fenster ausschneiden und mit Plexiglas abkleben. Dann kann man pulvrige Komponenten sicher miteinander vermischen!

Die starken Konservierungsmittel sind in der Regel toxisch, weil man Schimmelbildung verhindern muss, die bei organischen Stoffen leicht geschieht. Dünner Farbauftrag ist sicherer! Dickere Schichten tendieren zudem zum Aufbrechen, falsch abgemischte Kaseinfarbe pulvert schnell ab. Es ist nicht ganz einfach mit der gesunden Kunst!

Zum Selbermachen braucht man 70 Gramm Kreide, die man mit 25 Millilitern Wasser verrührt. Dann muss man das Ganze mit 25 Gramm Kaseinleim gut verrühren und mit Wasser soweit verdünnen, wie man die Farbe haben möchte. Die nun weiße Farbe kann man dann nach Wunsch mit Pigmenten oder Pflanzenfarben einfärben. Wichtig ist, das die Menge Kaseinleim stimmig ist!



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