Decalcomanie
Die Decalcomanie bezeichnet man zuweilen auch abfällig als Abklatschtechnik oder Klecksographie. Das liegt daran, dass bereits Kinder diese Technik anwenden können, so einfach ist sie. Für Menschen, die starke Schmerzen haben, eignet sie sich eben deswegen. Man kann die Decalcomanie im erweiterten Sinne zu den Monotypieverfahren zählen. Es handelt sich um ein Farbabzugsverfahren, dass der Maler Max Ernst entwickelte. Er verwendete es häufig in seinen Bildern. Ihn interessierte dabei das farblich gestaltbare Zufallsergebnis. Man braucht eine Plexiglasplatte oder Glasplatte als Unterlage, Farben, Pinsel, Wasser und Papier. Als Farben eignen sich lösemittelfreie Wasserfarben, Aquarellfarben und Naturfarben sowie Acrylfarben. Man trägt nun die halbflüssigen Farben auf die Unterlage ab und zieht sie mit einem Blatt Papier wieder ab. Durch Druck oder reiben mit den Händen kann man das Papier verschieden stark einfärben. Dadurch entstehen unregelmäßige Muster, Schlieren und Kleckse. Man kann die Druckunterlage mit Wassertropfen besprenkeln oder Zeitungsschnipsel auflegen, um veränderte Druckeffekte zu erzeugen. Nach einer Weile lernt man, den Prozess zu steuern. Man kann die Decalcomanie später als Untergrund nutzen, sie überlasieren, mit eingeklebten Elementen verfremden oder als eigenständiges Bild ansehen und weiterbearbeiten – beispielsweise mit Zeichenstift, Pastellkreiden oder Aquarellfarben. Eine Künstlerin, die sich gerne mit dieser Technik befasst und sie mit vielen anderen Techniken kombiniert, ist Jutta Fey. Ihre Homepage kann hier gefunden werden: http://www.juttafey.de/serien/schwarz-weiss/index.htm |