Fingerfarben

Fingerfarben sind für Kinder im Kindergartenalter geeignet und erfreuten sich zeitweise größter Beliebtheit – bei den Kindern! Mütter fanden sie nicht so prickelnd, daher verschwanden sie dann auch schnell wieder in der Versenkung.

Herstellen kann man sie aus Wildem Safran, Roter Bete, Blaukraut, Blattgrün, Indischer Dattel und Pflanzenkohle. Als Träger kann man das natürliche Verdickungsmittel Xanthan (E 415) verwenden, das auch in der Kosmetik verwendet wird und sogar für Öko-Lebensmittel zugelassen ist.

Man nimmt einen Teelöffel Xanthan mit einem halben bis ganzen Löffel Pflanzenfarbe und misch es mit 4 Teelöffeln Wasser. Frisch anfertigen erspart jedes Konservierungsmittel.

Fingerfarben, Testergebnisse

Fingerfarben verkeimen durch den Kontakt mit Kinderhänden leicht. Bei Verkeimung entstehen leicht gesundheitsschädliche Schimmelpilze. Zum malen empfiehlt es sich also, Extratöpfchen mit der benötigten Menge abzufüllen.

Flecken von Fingerfarben sollte man möglichst schnell mit kaltem Wasser und Seife entfernen − vor allem, bevor man die beschmutzte Wäsche in der Waschmaschine steckt. Flecken in Teppichen gehen fast nie vollständig raus! So beliebt, wie die Fingerfarben bei Kindern sind, so kritisch werden sie bei genervten Eltern gesehen. Trotz allem sind Fingerfarben per se kreativitätsfördernd und verbessern auch die Motorik. Kindergärten mit geeigneten Räumlichkeiten sind daher der ideale Verwendungsort. Wie aber sieht es mit gesundheitlichen Fragen aus?

Die meisten Verwender deklarieren die Farben als geeignet ab drei Jahren. Zuweilen werden ungefährliche Bitterstoffe zugesetzt, damit die Farbe nicht getrunken wird. Im Ökotest des Jahres 2004 fand man in zwei Produkten umstrittene halogenorganische Verbindungen. Sie gelten als umwelt−
und gesundheitsschädlich und sind in ihren Wirkungen noch nicht ausreichend untersucht. Für eine größere Leuchtkraft der Farben gelten sie einigen Herstellern aber als unentbehrlich. In einem Produkt fand man einen Formaldehydabscheider. Einige Hersteller hatten frühere Testergebnisse aus dem Jahre 2001 zum Anlass genommen, ihre Produkte zu verbessern. Daher ist es möglich, dass auch heutzutage die Ergebnisse von den oben genannten abweichen.

Unser Hinweis: bei Fingerfarben nur Produkte verwenden, die das Testurteil „sehr gut“ erhalten haben. Rezepturen können allerdings jederzeit verändert werden – sowohl von den Herstellern als auch von deren Zulieferern aus der Chemieindustrie. Dies wird häufig nicht deklariert!



© 2009