Literatur
Poesie oder kurze literarische Texte zu schreiben, ist für einen MCS-kranken Maler erst einmal keine echte Alternative zur malerei – aber andererseits ist es Kunst! Und auch Worte können Bilder malen - manchmal sogar besser als jemand, dessen Talent nicht wirklich in der Malerei liegt. Unser Problem als Betroffene liegt oft darin, dass wir uns an einer unmöglich gewordenen Idee festklammern, statt all die anderen Möglichkeiten auszuloten, die uns offen stehen würden. Viele MCS-Betroffene klagen über Hirnstörungen und große Erschöpfung. Sie würden gerne Kunst machen, aber sie glauben, man müsse dazu erst einmal gesünder sein. Falsch! Wir können IMMER Kunst machen, wenn wir die Form dem gesundheitlichen Zustand anpassen, in dem wir uns jeweils befinden. Gedanken riechen nicht und sind nicht toxisch – oder jedenfalls sollten sie es nicht sein! Auch wenn wir krank darniederliegen, können wir uns kleine Texte ausdenken und später niederschreiben. Notfalls hilft ein Diktafon, das man schon billig kaufen kann, um Ideen festzuhalten. Kreativität ist der beste Schmerzkiller, den es gibt! Die kürzeste literarisch Form ist das japanisch Haiku. Weitere Informationen dazu erhält man unter http://www.haiku-heute.de. Wer sich in die Erfordernisse einfindet, kann hier mit wenig Aufwand wunderschöne Texte schreiben. Gedichte und Kurzgeschichten sind die nächste Stufe. Zur MCS-Aktivistin wird man, wenn man diese in MCS-bezogenen Themen ansiedelt. Verbalakrobatik macht Spaß und es gibt zudem zahlreiche Wettbewerbe im Internet. Die beste Quelle für Wettbewerbe und Literaturtipps zum Schreiben ist die Homepage von Sandra Uschtrin (http://www.uschtrin.de) |