Pflanzenfarben, Eigenherstellung
Farbstoff aus Pflanzenteilen kann potentiell mit verschiedenen Methoden aus den Pflanzen extrahiert werden. Die Methode eignet sich für Kindergärten und experimentelle Unterrichtseinheiten, aber auch zu Hause. Man muss allerdings einige Mühe aufwenden. Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass die Extrakte stark färbende oder auch sensibilisierende Wirkungen haben können. Man muss sich also näher mit der Pflanzenchemie befassen! Vermalbar sind die so gewonnenen Farben als Eitempera, also mit Ei als Emulgator und etwas Wasser. Sie sind nicht lange lichtecht und eher pastellfarben als deckend. Man kann damit Aquarelleffekte erzielen. Für einen Absud eignen sich Rhabarberwurzeln, Löwenzahnblätter, Birkenblätter, Färberkamille, Zwiebelschalen, Rote Bete, Malventee, Hagebutten, Rotkohlblätter, Birkenrinde, Schwarzer Tee, starker Kaffee, Himbeerblätter, Brombeerblätter, Ebereschenblätter, Spinat und Brennnesselblätter Zum Raspeln eignen sich stark färbende Pflanzen wie Karotten, zum Auspressen rote und blaue Beeren, Kirschen, rote Paprika, und zum zerreiben im Mörser Kornblumenblüten, Petersilie und Gewürze wie Gelbwurz (Kurkuma). Walnussschalen muss man länger einweichen. Außerdem gibt es färbende Hölzer wie Blauholz oder Gelbholz. Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht die Homepage des Instituts für Pflanzenfarben http://dyeplants.de/pflanzenfarben.html |