Was ist so besonders an ... Bildhauern mit Chemikalienintoleranz?

"BildhauerInnen arbeiten mit sehr verschiedenen Materialien, wie Plastikteilen, Polyesterschaum, Holz, Metallen, Stoffen, Papier, Fasern aller Art, Ton, Gips. Die Gefahren sind so vielfältig wie diese Materialien. Sie rangieren vom Inhalieren von Staub und Metallpartikeln bis hin zum Kontakt mit Klebern, Lötzinn, Plastikdünsten, Formaldehyd oder Harzen mit all ihren giftigen Beistoffen; sie beinhalten die Berührung mit Lösungsmitteln, Schweißnähten, Schimmelpartikeln, rostigem Metall, Farben und anderem Gefahrenpotential. Es gibt nur wenige Materialien, die ein Bildhauer mit Chemikalienintoleranz gefahrlos nutzen kann.

Davon abgesehen, erfordert das Bauen von Skulpturen aller Art oft körperliche Kraft und Ausdauer, die viele Künstler mit Chemikalienintoleranz nicht mehr besitzen. Wenn man als Betroffener täglich um das nackte Überleben kämpfen muss, weil man in Wohnungen und Ateliers lebt, die mit Schimmel oder Pestiziden, Haushalts-Chemikalien, Weichspülern und Parfüm verseucht sind, dann ist Bildhauerei so etwas wie eine Arbeit für Giganten. Sie kostet einen alle Energie und braucht Ewigkeiten. Manchmal kostet sie einen sogar das Leben, wie das Beispiel Nicke de Saint Phalle belegt!." (Moon McNeill, Malerin und Netzwerkpräsidentin)