Holly Mae Pendergast-

Grußworte an die MCS-Künstler
Hallo aus Utah, USA. Ich erhielt die Diagnose Multiple Chemical Sensitivity oder Umwelterkrankung vor beinahe zwei Jahren und ich halte es für sehr wichtig, bekannter zu machen, wie diese Erkrankung weltweit das Leben von Künstlern (und vielen anderen) beeinflusst. Sie hinterlässt nicht nur viele, die sich nicht mehr selbst versorgen können, weil Kunst ihr Lebensunterhalt war, sondern es nimmt uns auch einen vitalen Teil unserer Existenz: nämlich Kunst. Es ist wichtig, in der Welt der Künstler eine Bewusstheit zu erzeugen, damit man kluge Entscheidungen für die Wahl der benutzten Künstlermaterialien treffen kann, weil die meisten von uns ursprünglich wegen der Medien erkrankt sind, die wir täglich nutzen.
Viele von MCS betroffene Menschen sprechen von sich selbst als "Opfer". Obwohl ich diese Wortwahl vollkommen verstehe, entspricht sie nicht meiner Erfahrung. Ich empfinde große Freude in der Einfachheit meines jetzigen Lebens, nachdem ich eine Menge Dinge fallen lassen musste, die mich schlichtweg abgelenkt haben, und ich möchte jeden, der mit MCS oder Umwelterkrankungen zu tun hat ermuntern, allein oder zusammen mit anderen die ihnen wichtig sind, in dem Zwang zu einem langsameren und vereinfachten Lebens das Wunder in unserer komplizierten Welt zu suchen. "Mach Limonade, wenn Du nur Zitronen bekommst", wie meine Mutter immer sagte.



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